e

Mein Werdegang

Früh kommt Jutta Ottenbreit durch ihr familiäres Umfeld mit Musik und Bewegung in Kontakt. Nach der Schulzeit und dem „sozialen Jahr“, das sie an einer Schule für geistig Behinderte in Miltenberg/Bayern absolviert, entscheidet sich die Richtung hin zum Beruf am Menschen in der Verbindung mit der Arbeit am stimmlichen Ausdruck, der Sprache und dem Atem.

Atmung in Verbindung mit Musizieren, Bewegen, Tanzen, Tönen, Singen und Sprechen sind die individuellen Lerninhalte der Schlaffhorst-Andersen Ausbildung, die Jutta Ottenbreit von 1987–90 in Bad Nenndorf bei Hannover erhält. Diese dreijährige, staatlich anerkannte Qualifikation setzt für sie die Kernkompetenz und bestimmt zukünftig die Herangehensweise an ihre therapeutischen und pädagogischen Themen rund um Bewegung, Tanz, Atmung, Stimme und Sprache.

Als Ziel sieht sie die Prägung eines ganzheitlichen Menschenbildes, das zwischen Ausdruck- und Schaffenswillen und den natürlichen, regenerativen Kräften seine Balance findet. In der Behandlung von Atem-, Stimm- und Sprachstörungen spielt dies im Alltagsbezug eine pragmatische Rolle.

Seit 1998 führt Jutta Ottenbreit eine eigene Praxis als staatlich geprüfte Atem,- Sprech- und Stimmlehrerin in Lübeck. Sie ist umfassend von allen Krankenkassen zur Therapie von Stimm-, Sprech-, Sprach-, Hör- und Schluckstörungen zugelassen. Ihre Therapie basiert auf aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen und bezieht die Wechselwirkungen von Atmung, Bewegung, Stimme und Sprechausdruck ein.

Jutta Ottenbreit bildet sich regelmäßig zielgerichtet fort. Sie ist Mitglied im Berufs- und Fachverband, dem deutschen Bundesverband der Atem-, Sprech- und Stimmlehrer/innen (dba / www.dba-ev.de)

Nach der Schlaffhorst-Andersen Ausbildung absolviert Jutta Ottenbreit ein vierjähriges Rhythmik-Studium an der Lübecker Musikhochschule (1991–94). Der Begriff der Rhythmik wird gerne fälschlich auf die Lehre vom musikalischen Rhythmus reduziert und als Unterrichtsfach zu musikalischer Früherziehung umgemünzt. Leider hat es sich als aktuelles pädagogisches Konzept nicht maßgeblich durchsetzen können.

Dabei sind die Themen der Erziehung mit und durch Musik und Bewegung modern und höchst zeitgemäß. Treffen doch hierbei die kreativen Inhalte um Bewegungsantrieb, Ausdrucksfreude, Leistungsfähigkeit und Musikalität mit den Aspekten von Gesunderhaltung, Erweiterung der individuellen Möglichkeiten, sozialer Kompetenz, Aufmerksamkeit und Wahrnehmung zusammen.

Die Organisation vom Stimm- und Bewegungsapparat hängt von den individuellen Erfahrungen, den anatomischen und gesundheitliche Möglichkeiten und dem eigenen Standpunkt ab. Eine Therapie oder Unterrichtsstunde gibt die Richtungsweisung für eine Entwicklung und geht auf die situativen Bedingungen des Menschen ein. Der Patienten wird begleitet, ohne ihn in ein korrigiertes Muster zu pressen.

In den 1990er-Jahren beginnt Jutta Ottenbreit intensiv Salsa und Tango zu tanzen. Beide Tänze faszinieren sie durch ihren Musikbezug, ihre Lebendigkeit und Lockerheit. Anders als in standardisierten Paartänzen erkennt sie hier ein Spielfeld, auf dem Improvisation und individueller Austausch mit dem Tanzpartner möglich sind. Der Tango hält sie bis heute im Bann seiner unendlichen Facetten. Kontakt und Achtsamkeit, eine komplexe Bewegungstechnik aus Lockerheit, Spannung, Balance und Achse machen den Tanz zu einem lebendigen Ereignis, bei den immer wieder neue Ausdrucksmöglichkeiten gefunden werden können.

Jutta Ottenbreit absolviert ihre Ausbildung zur Tangolehrerin in Berlin und Bremen. Sie erarbeitet sich bei namhaften Lehrern die konzeptionellen Grundlagen für ihre eigene Tangoschule, die sie ab 1996 mit anderen gleichgesinnten Tänzern in Lübeck aufbaut. Aus der langjährigen Erfahrung ihrer eigenen tänzerischen Passion schöpfend vermittelt sie in ihren Kursen und Workshop kompetent und spielerisch die Erkenntnisse um das motorische Lernen, die Zusammenhänge des inneren Körperbilds und der eigenen Wahrnehmung sowie der tänzerischen Möglichkeiten.

Auf ihre Ausbildungen und Tätigkeiten zurückgreifend stößt als logische Ergänzung 2017 das Konzept der Life Kinetik ins Praxis-Portfolio von Jutta Ottenbreit dazu. Sie erwirbt den Trainerschein und bietet seitdem Vorträge und Kurse dazu an. Dabei geht für sie die Life Kinetik über die versprochene Selbstoptimierung und Leistungssteigerung durch das aus dem Sport stammenden Konzept hinaus.

Life Kinetik regt die Tätigkeit und Verschaltung des Gehirns durch gezielte Bewegung, koordinative Aufgaben und multi-Tasking Aufgaben an. Je neuer, fremder und ungewohnter dabei die Aufgaben desto hilfreicher ist dies für die Erweiterung und der Vernetzungen der Synapsen im Gehirn.

Das Ansprechen möglichst vieler Hirnareale auf möglichst vielfältige Weise sorgt für eine Neu-Verschaltung und Kalibrierung der Synapsen. Dadurch werden wir in der Lage gebracht wieder neu und frei über unsere Bewegungen, Handlungen, unser Denken und Fühlen zu entscheiden und nicht in eingeschliffene Muster zu verfallen (oder darin verhaftet zu bleiben). Auch hier wirkt das Konzept in zwei Richtungen: in prophylaktischer Hinsicht (gegen Demenzerkrankung) und in der stetigen persönlichen Weiterentwicklung.